malen mit kindern

Auch beim Begleiteten Malen mit Kindern liegt der Fokus auf dem Prozess des Malens, der hier allerdings mit Pinseln stattfindet. Kinder können so nicht nur ihre Motorik schulen, sondern haben auch großen Spaß im Umgang mit dem neuen Werkzeug. Durch das Einhalten weniger Regeln und Rücksichtnahme auf die Gruppe erfahren sie am geschützten [Mal]Ort Stabilität und Struktur, gewinnen an Sozialkompetenz, Sicherheit und seelischer Stärkung. Wie der Erwachsene kann auch das Kind beim Malen von einer Überwältigung in eine Bewältigung kommen. Durch diesen Prozess können sie ihre Ressourcen [neu] entdecken und erweitern, ihre Selbstheilungskräfte werden angeregt und gestärkt.

Lebhafte Kinder finden hier Ruhe und Konzentration, zurückhaltende Kinder gewinnen an Selbstvertrauen.

Das Begleitete Malen eignet sich für Kinder ab etwa 3 Jahren. Jüngere Kinder haben andere Erfahrungsbedürfnisse und sind deshalb im Kurs "Anfassen erwünscht! Materialerfahrungen U3" besser aufgehoben.

Gerne können wir aber auch persönliche Absprachen treffen und individuell schauen, welches Modell sich für ein Eltern-Kind-Malen am besten eignet.

Das kindliche Gestaltungsbedürfnis

Kinder begreifen durch ergreifen; verstehen durch anfassen. Das Heranwachsen ist also eigentlich ein Sammelsurium aus Materialerfahrungen. Für Kinder zählt das aktive Tun, der Prozess, das Hinterlassen einer Spur. Das gestalterische Tätigsein von Kindern basiert auf Körpererinnerungen, Freude an dynamischen Bewegungen und später auch dem Verarbeiten von Erlebnissen aus dem Alltag. Da dieses gestalterische Konzept dem eines Erwachsenen in der Regel gegenübersteht, werden Kinderbilder oft falsch interpretiert oder gedeutet. Kinder wollen nicht "etwas Schönes herstellen", sondern eine aufregende Erfahrung machen. :)

 

Kinder genießen es, dass ihre Bilder hier nicht einfach ungefragt kommentiert oder gar "verbessert" werden.

Sie kommen vom Tun [müssen] ins Sein [dürfen] und erfahren dadurch eine Akzeptanz ihrer gesamten Person. Durch ein Fehlen des äußeren [Leistungs]Drucks kann der innere Druck in Form von gemalten Bildern nach Außen gebracht werden, ohne dass sich jemand zur Schau gestellt und dadurch gehemmt fühlt.

Bilder, die unter äußerem Druck entstehen, sind immer unauthentisch und haben mit dem eigentlichen Empfinden des Kindes in der Regel nichts [mehr] zu tun.

Es entstehen dann Bilder, die den Vorstellungen des Erwachsenen entsprechen und ihm gefallen, für das Kind selbst aber keinerlei "positiven Nutzen" haben.

Hier sollen die Kinder selbst entscheiden dürfen.